Sicherheit beim Klettern. Auch für uns ein großes Thema. Natürlich wollen wir mit euch zusammen hier bei uns im Hochseilgarten K1 das Klettern in den Vordergrund zu stellen, ohne das Ganze mit allzu viel Technik zu überfrachten. Es soll ja Spaß machen. Dennoch gehören Begriffe wie „Aktive Körpersicherung“  zu unserem täglichen Brot. Bevor wir uns nun selber einige Grundregeln ausdenken: Wir haben beim „Alt-Pfadfinder-Verband Johanniter Basel“ ein tolles PDF gefunden, was einige Regeln enthält, die wir (so ganz grob) auch bei uns aufhängen könnten:

  • 1. Mach dich mit deiner Ausrüstung vertraut. Studiere die Gebrauchsanweisungen und behandle deine
    Ausrüstung schonend.
  • 2. Aufwärmen vor dem Klettern. Schütze deine Gelenke, Sehnen und Muskeln! Klettere erst an deine Grenze,
    wenn dein ganzer Körper durch Gymnastik oder Klettern in leichten Routen warm ist.
  • 3. Kein freies Seilende. Durch eine Achterschlinge im Seilende verhinderst du, dass beim Ablassen das
    Seilende übersiehst. Mach diesen Knoten immer, egal wo du kletterst.
  • 4. Partnercheck vor dem Start. Kontrolliert euch gegenseitig: Der Gurt rückgefädelt? Der Anseilknoten
    richtig geknüpft? Sicherungsgerät richtig eingelegt und Schraubkarabiner zugedreht? Kein freies Seilende?
  • 5. Volle Aufmerksamkeit beim Sichern. Das Leben deines Partners liegt in deinen Händen! Wähle deinen
    Standort in Wandnähe, schräg unter dem ersten Haken. Halte das Seil immer möglichst straff, gerade so, dass
    dein Partner beim Klettern nicht behindert wird. Lass deinen Partner langsam und kontrolliert ab.
  • 6. Lass deinen Partner wissen, was los ist. Informiere deinen Partner immer: bevor du loskletterst, bevor du
    dich ins Seil hängst, bevor du kontrolliert abspringst! Beachte in Mehrseillängen Touren die Kommando:
    „Stand!“ und „Nachkommen!“.
  • 7. Achte auf den richtigen Seilverlauf. Das Seil läuft immer wandseitig in den Karabiner einer
    Zwischensicherung ein. Bei schrägem Routenverlauf hängst du die Expressschlingen so ein, dass die
    Schnapperöffnung in die entgegengesetzte Richtung zeigt. Bei schrägem Routenverlauf das Seil immer
    außerhalb des Schrittes führen (nicht zwischen den Beinen).
  • 8. Nie Seil auf Seil! Nie direkt über Reepschnüre oder Bandschlingen topropen oder einen Partner ablassen.
    Achte darauf, dass in einem Toprope – Haken, in einer Zwischensicherung oder an einer Abseilstelle immer nur
    ein Seil eingehängt ist (Gefahr des Durchschmelzen des Seiles).
  • 9. Vorsicht beim Abseilen. Nie an einem einzelnen Normalhaken abseilen. Immer die Seilenden verknoten
    (Ausnahme: wenn du siehst, dass beide Seilenden am Boden aufliegen)!
  • 10. Nicht übereinander Klettern. Warte, bis deine Route frei ist.
  • 11. Schütze deinen Kopf. Ein Helm schützt dich vor Kopfverletzungen bei unkontrollierten Stürzen und bei
    Steinschlag. Verzichte auf deinen Helm nur, wenn du beides weitgehend ausschließen kannst.
  • 12. Achte auf deine Umwelt. Respektiere andere Kletterer und informiere sie über Fehler und Gefahren.
    Vermeide Lärm und hinterlasse keinen Müll. Benutze die Wege und beachte bestehende Kletterverbote. Vor
    Erschließung unberührter Kletterfelsen informiere dich über die Besitzverhältnisse.

Natürlich ist es „am Berg“ oder „im Steig“ noch mal was anderes; viel praktisches steckt aber in diesen zwölf Regeln schon drin. Wir wollen euch nun gar nicht lange was vom „Doppelter Bulinknoten“ erzählen, sondern verweisen ganz flott auf eine tolle „Kletterhilfe-Bilderserie“ auf klettern.de: Sicherungsfehler beim Klettern.

Nimmt man nun die zwölf Regeln hier oben, schaut sich die Bilder in der verlinkten Foto-Serie genau an, hört dann noch auf das, was wir an hilfreichen Tipps hier vor Ort haben, steht dem sicherheitsbewußten Kletternspaß eigentlich kaum noch was entgegen.  Der innere Schweinehund vielleicht noch. – Den kriegen wir aber auch noch auf die Bäume! 😉

Für alle Interessierten: Mit unseren Top-Rope Sicherungskursen baust du dein Wissen aus!

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Noch bis Ende November für Euch geöffnet!

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